Ostereier natürlich färben: So geht es!

Zu Ostern gehören bunte Eier. So lassen sich die Eier ganz einfach mit Zutaten färben, die jeder in der Küche hat – für Osternester ohne Chemie!

Text: Wolfgang Achnitz

Die Natur hält zwar nicht alle Farben für das Hühnerei bereit, aber die recht breite Palette der Farbtöne, die man leicht auch ohne chemische Produkte erzeugen kann, überrascht dann doch. Neonpink sucht man natürlich vergebens – doch dafür überzeugen chemiefrei hergestellte Farben durch Harmonie und Wärme. Zudem sind solche Eier im Garten sehr viel leichter zu verstecken, sagt der erfahrene Osterhase …

So färbt man braune Eier

Braune Farbtöne erzeugt man mit Kaffee (am besten Pulver), mit schwarzem Tee oder braunen Zwiebelschalen. Zum Glück legen Hühner aber auch braune Eier.

Eier blau färben – so geht's

Dunkles Blau ist in der Natur selten, lässt sich mit Heidel-, Holunder- oder Fliederbeeren aber gut hinkriegen. Ein Eisennagel im Sud macht das Ergebnis noch besser ….

So werden Eier grün

Blassgrüne Farben erhält man bei Verwendung von Spinat, Petersilie oder Brennnesseln für den Sud. Richtig sattes grün lässt sich auf natürliche Weise nicht erzeugen.

So gelingen rote Ostereier

Überraschenderweise färbt Rotkohl weiße Eier nicht rot, sondern graublau. Deshalb heißt Rotkraut mancherorts auch Blaukraut. Unser Tipp: mischt noch etwas Hibiskustee dazu. Rote bis rotviolette Farbtöne erzeugt man mit einem Farbsud aus Roter Bete oder aus roten Zwiebeln. Auch hier werden die Farben jedoch nur mäßig kräftig.

Das braucht man für gelbe Ostereier

Besonders Gelb färbt Kurkuma. Das Pulver, in kochendem Wasser aufgelöst, färbt selbst den Holzlöffel. Zartgelbe Farbtöne lassen sich aber auch mit Kamillenblüten erzeugen

So kocht man einen Sud zum Eierfärben

Aus den oben beschriebenen Zutaten kocht man je einen Farbsud. Weil der zum Teil recht intensiv wird, empfiehlt sich die Verwendung alter Töpfe. Von frischen Pflanzen oder Gemüse nimmt man 500 g auf einen Liter Wasser. Von Blättern, Blüten und Beeren sollten je 100 g im Wasser über Nacht einweichen. Bei der Verwendung von Pulver (Kaffee oder Kurkuma) reichen 30 g für einen Liter Wasser.

Die Kochzeit für den Farbsud beträgt rund 45 Minuten, intensiver werden die Farben, wenn man Pottasche (Kaliumcarbonat) oder einen Eisennagel mitkocht. Zwei Esslöffel Essig im ausgekühlten Sud unterstützen den Färbevorgang ebenfalls und es gilt: Weiße Eier nehmen die natürlichen Farbstoffe sehr viel besser an als braune.

Im Farbsud müssen die ausgeblasenen oder hart gekochten, noch warmen Eier mindestens eine Stunde lang ziehen. Nach dem Trocknen kann man die gefärbten Eier mit Speiseöl einreiben, damit sie schön glänzen.

#heimat Schwarzwald Ausgabe 19 (2/2020)

Auf Eiersuche: Wir lassen uns von den Wusslers aus Gengenbach was ins Nest legen, verputzen die Wutz und zapfen an Tannen. Zudem erzählen wir, wie (und warum) der Schwarzwald tickt und warum es sich auf jeden Fall lohnt, nach Colmar zu fahren.

#heimat, der Genussbotschafter für den Schwarzwald 

In der Zeitschrift #heimat geht es um Genuss in der Region, um (kulinarische) Traditionen und gute Adressen, um Manufakturen und Menschen. Idee und Konzept für #heimat stammen von Chefredakteur Ulf Tietge und seinem Team. Das Magazin wurde 2016 mit dem Ortenauer Marketingpreis ausgezeichnet und ist inzwischen bundesweit erhältlich.

Versandfertig in 1 - 3 Werktagen.  

Weitere tolle Artikel aus der #heimat

90 Jahre Schwarzwaldmilch

Die (Schwarzwald-)Milch macht's noch immer

Kaum ein Unternehmen hat unsere Heimat so geprägt wie Schwarzwaldmilch. 2019 wurde die Molkerei 90. Zwei Zeitzeugen geben uns spannende Einblicke
Ganz schön urig hier!

Die besten neuen Lokale im Schwarzwald

Bei uns ist es nicht nur schön, sondern auch ganz schön lecker. Wir präsentieren: einen Gewinner, ein paar Andersdenkende und Onkel Karl im Doppelpack
Wissenschaftsautor Stefan Klein im Interview

„Jeder Mensch hat seine innere Zeit“

Wir haben zwar die besten Uhren – doch fehlt uns zunehmend die Zeit. Wissenschaftsautor Stefan Klein meint aber, dass wir eigentlich genug davon haben
Von 1660 bis heute

Schwarzwalduhren im Wandel der Zeit

Es ist rund 350 Jahre her, dass man im Schwarzwald auf die Idee kam, aus unserem edlen Holz einen Zeitmesser zu bauen. Der Rest ist (Zeit-)Geschichte
... Reportagen Ostern 2026