Internationales Flair an der Oos

Cocktails, Häppchen und anschauliche Menüs inmitten der Baden-Badener High Society. Längst ist das kein Geheimtipp mehr

Mittagszeit. Baden-Baden. Rizzi. Ein Volltreffer! Auf der großen Sonnenterrasse mit Lounge genießt man einen zauberhaften Blick auf den Park, das Museum Frieder Burda und die Kunsthalle Baden-Baden. Man findet das Rizzi ganz in der Nähe des Casinos Baden-Baden, direkt am Augustaplatz. Nebenan fließt ein schöner klarer Bach, irgendwie scheinen hier sogar die Enten auf Hochglanz poliert. Hier im Rizzi treffen internationale Gäste auf Schwarzwälder Locals, gut und gerne kann man hier auch mal auf Prominente treffen …
Die Küche ist empfehlenswert, genauso wie die sehr umfangreiche Wein-, Champagner und Cocktailauswahl. Die Rizzi-Küche bietet ein mediterran-organisches Food-Angebot mit asiatischem Einfluss. Edelfische, Meeresfrüchte, extravagante Sushi-Variationen, Wiener Schnitzel mit Trüffel-Pommes bis zum heimischen Rinderfilet mit Sauce béarnaise gibt es alles, was das Herz begehrt. Auf den ersten Blick würde man die Karte am liebsten einmal rauf und runter bestellen.

Brot vor der Vorspeise – mit diesem Appetit- Häppchen geht’s los, serviert mit hochwertigem Olivenöl. Wir haben uns gegen ein klassisches Drei-Gang-Menü und stattdessen für drei ausgewählte Gerichte entschieden. Diese wurden uns auf Wunsch gleichzeitig serviert.

Das Geschirr und die Anrichte glichen einem Kunstwerk, sodass es uns schwerfiel, dieses mit Messer und Gabel zu zerstören. Jedoch konnte uns der leckere Duft und unser Hunger davon nicht abhalten, von einer köstlichen Artischocke für 16 Euro zu naschen. Richtig gehört: eine ganze Artischocke, Prince de Bretagne im Safran-Kräutersud gegart. Blatt für Blatt aßen wir die schmackhaften Knospenblätter, ehe wir zum Schluss an das noch leckerere Herz gelangten. Für Abwechslung sorgten dabei zwei schmackhafte Dips – einer mit fester Konsistenz und perfekt abgestimmter Currynote, der andere eine Art Vinaigrette.

Beim Hauptgericht entschieden wir uns für extravagante Meerestiere. Einmal Oktopus mit Meersalzkartoffeln, Olivenöl und Wasabi-Mayonnaise (25 Euro) sowie einem halben kanadischen Hummer, gegrillt, mit Sauce béarnaise und Trüffel-Pommes (37 Euro) – ein Gaumenschmaus! Das Oktopus-Fleisch war fest und zart zugleich. Der Hummer sprach für sich. Er war sehr lecker, aber zugegeben: Dieses halbe Tierchen ist natürlich nicht sonderlich ergiebig. Dazu Pommes frites – ich würde sie „de luxe“ nennen. Viel mehr kann man aus einer Kartoffel nicht rausholen. Handgemacht, knusprig, saftig frittiert – und dann diese tolle Trüffelnote! Dazu passte die Béarner Sauce mit Estragon. Super! Der Service ist professionell, freundlich und trotzdem locker. Getränke und Essen wurden sehr schnell und zeitlich abgestimmt serviert. Die Preisklasse ist gehoben, insbesondere bei den Getränken (0,75 Liter Mineralwasser kosten 8,20 Euro). Dies sollte einen jedoch nicht davon abhalten, sich ab und an dieses besondere Genusserlebnis zu gönnen. Aber: Unbedingt vorher reservieren!

Rizzi Weinbistro und Restaurant (€€€)

Die große weite Welt auf dem Teller

Augustaplatz 1, 76530 Baden-Baden,

Geöffnet: täglich ab 12 Uhr

www.rizzi-baden-baden.de

#heimat Schwarzwald Ausgabe 23 (6/2020)

Feuer unter der Brennblase, wandern im Winter Wonderland und ein laaaaanges Wochenende am Feldberg: So lieben wir die kalten Tage!

#heimat, der Genussbotschafter für den Schwarzwald 

In der Zeitschrift #heimat geht es um Genuss in der Region, um (kulinarische) Traditionen und gute Adressen, um Manufakturen und Menschen. Idee und Konzept für #heimat stammen von Chefredakteur Ulf Tietge und seinem Team. Das Magazin wurde 2016 mit dem Ortenauer Marketingpreis ausgezeichnet und ist inzwischen bundesweit erhältlich.

 

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