Rheinschwimmen in Basel: Tradition im Rhein

Für die Menschen in Basel hat das Baden im Fluss Tradition. Die Temperaturen sind zwar ein bissl frisch und die Strömung stärker als gedacht, aber was soll's: Einfach treiben lassen...

Text: Pascal Cames Fotos: Sacha Gossenbacher, Basel Tourismus

Rhein ins Vergnügen!

Das Licht ist an diesem Abend in Basel so orangerot, als würde die Sonne gerade durch ein Glas Aperol Spritz scheinen. Das tiefblaue Wasser glitzert so toll, als hätte soeben eine gute Fee über dem Wasser ihren Zauberstab geschwungen. Die Brise Wind schmeckt nicht nach Salz, ist aber trotzdem erfrischend.

Wir befinden uns zwar am Rhein, aber die Abendstimmung unweit des Dreiländerecks erinnert eher an das Mittelmeer. Der Duft nach Gegrilltem weht herüber, das Bier wird frisch gezapft, du hörst Musik, die gar nicht mal schlecht ist … Aber halt. Das Einkehren kommt erst später. Erst noch ein bissl Abenteuer erleben! Komm, wir gehen im Fluss schwimmen!

Im Rhein schwimmen ist seit Jahr und Tag (wahrscheinlich gab es das schon immer) Volkssport in Basel. Die Bewohner und Besucher der Schweizer Kulturhauptstadt machen das im Hochsommer sogar an einem offiziellen Tag gemeinsam. Dann lassen sich Zehntausende im Strom treiben!

Wickelfisch: Die wasserdichte Tasche fürs Rheinschwimmen

Manche kühlen sich in der Mittagspause ab, andere am Feierobig, wie der Feierabend auf gut Baseldytsch heißt. Wo anderswo mittags ein paar Runden geschwommen werden, geht es hier alleine oder mit Kollegen in den Fluss. Laufen die Leute mit Badihose (Badehose) und Badischlappe retour ins Büro? Und schlappen sie so durch die ganze Stadt?

Zum einen gibt es das Rheinbad Breite und andere Rheinbäder („Badi“) mit Umkleidekabinen, Duschen und Kaffee und mehr. Und es gibt den Wickelfisch, eine Art wassersichere Tasche, die den gleichen Effekt hat wie ein Rettungsring. Besagter Wickelfisch kostet um die 20 Schweizer Franken und ist erhältlich in Touristinfos oder günstiger auf dem Flomi, wie der Flohmarkt hier heißt.

Und so geht's: Du gehst den Rhein flussaufwärts, bis du fast im Nachbarkanton Basel-Land bist. Es ist eigentlich egal, ob du auf der Kleinbasler oder Großbasler Seite gehst, du kannst überall ins Wasser und kommst auf jeder Rheinseite wieder heraus. Für alle, die es nicht wissen: Großbasel ist die Seite mit der großen Kirche (Münster) auf dem Buckel und Kleinbasel ist die andere Rheinseite, ohne Münster, aber mit den vielleicht interessanteren Beitzen, wie die Basler etwas derb, aber nicht abwertend über ihre Restaurants, Bars und Kneipen sagen.

Sicherheit beim Rheinschwimmen

Du bist nicht allein. Viele sind im Wasser. Sogar große Schiffe fahren hier durch. Wenn so ein Lastkahn im Wasser ist, dann schau, dass dich die Strömung dort nicht hinzieht. Auch die großen Pfeiler an der mittleren Rheinbrücke sind ein No-Go. Einmal erzählte mir ein Basler, dass es dort einen Wirbel gibt, der dich bis an den Grund eines Brückenpfeilers (fünf Meter) zieht und irgendwo anders wieder ausspuckt. Ob lebendig oder nicht, hat er nicht gesagt. Aber alle kennen die Geschichte und alle machen einen großen Bogen um die Pfeiler.

Wären wir auf einem Touristenbötli, dann könnten wir einiges von Basel sehen. So zum Beispiel das Münster, das Tinguely Museum, die Rheinbäder Breite und St. Johann, dann das großartige Restaurant Trois Rois (Großbasel), wo schon mehr als drei Könige gespeist haben. Vielleicht siehst du auch einen roten Turm auf der Kleinbasler Seite. Dieses Gebäude gehört zur Kaserne (heute eine Art Kulturhaus) und hat eine Rooftop Bar namens Amber. Wollen wir dort anstoßen?

Auf Höhe der Kaserne (Kleinbasel) gehen wir an Land. Niemand muss einen herausziehen. Papa Rhein zeigt sich von seiner besten Seite und schwemmt dich elegant ans Ufer. Dafür brauchst du keine Kraft. Jetzt einfach aus dem Wasser herauskrabbeln und am Ufer auf den warmen Steinen noch ein bissl die Sonne auf den Pelz brennen lassen und den Blick aufs Wasser genießen. Kurz nochmal über das soeben Erlebte nachdenken. Da war ich drin!

Im Rhein! Irre!

Sicherheit beim Rheinschwimmen

Du bist nicht allein. Viele sind im Wasser. Sogar große Schiffe fahren hier durch. Wenn so ein Lastkahn im Wasser ist, dann schau, dass dich die Strömung dort nicht hinzieht. Auch die großen Pfeiler an der mittleren Rheinbrücke sind ein No-Go. Einmal erzählte mir ein Basler, dass es dort einen Wirbel gibt, der dich bis an den Grund eines Brückenpfeilers (fünf Meter) zieht und irgendwo anders wieder ausspuckt. Ob lebendig oder nicht, hat er nicht gesagt. Aber alle kennen die Geschichte und alle machen einen großen Bogen um die Pfeiler.

Wären wir auf einem Touristenbötli, dann könnten wir einiges von Basel sehen. So zum Beispiel das Münster, das Tinguely Museum, die Rheinbäder Breite und St. Johann, dann das großartige Restaurant Trois Rois (Großbasel), wo schon mehr als drei Könige gespeist haben. Vielleicht siehst du auch einen roten Turm auf der Kleinbasler Seite. Dieses Gebäude gehört zur Kaserne (heute eine Art Kulturhaus) und hat eine Rooftop Bar namens Amber. Wollen wir dort anstoßen?

Auf Höhe der Kaserne (Kleinbasel) gehen wir an Land. Niemand muss einen herausziehen. Papa Rhein zeigt sich von seiner besten Seite und schwemmt dich elegant ans Ufer. Dafür brauchst du keine Kraft. Jetzt einfach aus dem Wasser herauskrabbeln und am Ufer auf den warmen Steinen noch ein bissl die Sonne auf den Pelz brennen lassen und den Blick aufs Wasser genießen. Kurz nochmal über das soeben Erlebte nachdenken. Da war ich drin!

Im Rhein! Irre!

Buvetten in Basel: Genuss nach dem Rheinschwimmen

Jetzt sind wir fein für ein Bier in der Buvette, wie hier die Kneipen am Rhein heißen. Zum Bier sagt man in Basel Stange, die dicken Grillwürste (Cervelat) werden Klöpfer genannt. Jetzt ist aber alles geschwätzt. Eine Buvette ist der Platz, wo das Bier und die Wurst doppelt so gut schmecken wie irgendwo anders auf der Welt. (Und unter uns: auch doppelt so viel kosten.)

Wenn du den Rhein noch anders erleben willst, dann nimm die Rheinfähre von Kleinbasel nach Großbasel oder andersherum. Das kostet nur ein paar Franken. Muss man mal gemacht haben! Die Anlegestellen sind nicht zu übersehen.

Aber das hat alles Zytt! Erstmal in der Buvette die zweite Stange holen, wenn es der Geldbeutel hergibt. So lässt man ein Mikroabenteuer vor der Haustür ausklingen.

Rheinschwimmen: Das müsst ihr beachten

Von Juli bis Mitte September bietet das Basler Sportamt jeden Dienstag ab 17.45 Uhr beim Museum Tinguely ein begleitetes Rheinschwimmen an. Das nächste große Basler Rheinschwimmen
der Schweizerischen Lebensrettungs-Gesellschaft (SLRG) findet am
11. August 2026 statt.

Rheinschwimmen macht riesig Spaß, aber ein paar Dinge gibt es zu beachten. Die wichtigsten Sicherheitsregeln findet ihr beim Kanton Basel-Stadt.

#heimat Schwarzwald Ausgabe 54 (3/2026)

Weitere tolle Artikel aus der #heimat

Sport-Club Freiburg

Der SC Freiburg kickt anders

Der Dreisamschatz SC Freiburg ist der Liebling der Fußballwelt. Bodenständig und familiär soll es da zugehen. Stimmt das?
Reportagen

Gleitschirmfliegen im Schwarzwald: Tandemflug am Kandel

Gleitschirmfliegen im Schwarzwald – besser kann man einen Sommersonntag kaum genießen. Auf dem Kandel gibt es Tandempiloten und Mitfluggelegenheiten f...
... Aktuelles Rheinschwimmen in Basel: Tradition im Rhein