Basel entdecken: Die besten Tipps und Adressen

Kleine Großstadt, großes Dorf, Stadt von Welt – das ist Basel, die überschaubare Metropole mit Flair. Unser Autor hat uns mal herumgeführt...

Text: Thomas Schaub · Fotos: Dimitri Dell
Tag 1

Geheimnisvoll und weltoffen zugleich: Basel hat einen ganz besonderen Charme. Hier treffen moderne Architektur und internationale Kunst auf Weltklasse-Gastronomie und viele kleine überraschende Kostbarkeiten. An einem Wochenende lässt sich die Schöne am Rheinknie entspannt entdecken.

Freitag, 16.00 Uhr

Oh Wochenende, wir lieben dich: Lasst uns anstoßen! Das tun wir im Restaurant Zum Schmale Wurf auf Kleinbasler Seite mit einem frischen Bier und einem Glas  Wein. Und weil’s so schön ist: in dieser Reihenfolge. Alles passt hier, an diesem unkomplizierten Ort mit lebhaftem Treiben, den Menschen unterschiedlichster Couleur schätzen. Die meist rappelvolle Terrasse liegt direkt an der Rheinpromenade mit ihrem trubeligen Geschehen. Rheinabwärts – ein paar Meter weiter unten – wartet der Fährimaa auf der Klingental-Fähre „Vogel Gryff“. Ganz ohne Motor, nur durch die Kraft der Strömung überquert sie den Rhein nach Großbasel – ein besonderes Erlebnis mit einzigartigem Blick auf die beiden Rheinfronten der Stadt. In Großbasel angekommen, führt ein kleiner Spaziergang zum Fuß des Spalenbergs und direkt zur Konditorei-Confiserie Gilgen. Das nur in seiner Erscheinung winzige Traditionshaus ist stadtbekannt für hervorragendes salziges und süßes Backgut. Natürlich gönnen wir uns eine Kleinigkeit und stehen, solchermaßen gut gestärkt, nun mittendrin in der historischen Altstadt mit ihrem heimeligen Charme. In den malerisch verzierten Altstadthäusern gibt es Boutiquen und feine Labels, Delikatessenläden, Galerien und Designshops. Ein bisschen Zeit muss schon sein für diese zauberhafte Inspirationsquelle…

Freitag, 18.30 Uhr

Wir nehmen Platz in der gediegenen und doch nonchalanten Campari Bar, einer der vielleicht besten Bars der Schweiz. Den Apérol genießen wir hier in stilvollem Ambiente, mit Blick auf die mächtigen Kastanienbäume in der abendlichen Sonne auf der Sommerterrasse, im wohl prächtigsten Garten der Stadt.

Freitag, 20.00 Uhr

Herrlich, das Abendessen wird schon bald serviert. Aromen aus aller Welt umwerben uns im Restaurant LA, einem kleinen, aber feinen Ort. Jedes Gericht aus der Fusionsküche garantiert ein außerordentliches Geschmackserlebnis. Die Speisekarte unterscheidet nicht zwischen Vorspeisen und Hauptgängen, so lassen sich verschiedene Teller am Tisch gut teilen – und viele Gerichte probieren. Schlichtes Design im Gastraum, eine lebendige Atmosphäre mit offenem Blick in die Küche und eine gesegnete Weinkarte runden den Abend ab. Wer sicher einen Tisch ergattern möchte, sollte hier vorab reservieren.

Freitag, 22.00 Uhr

Zu Fuß über die Johanniterbrücke nach Kleinbasel, rund 15 Minuten vom LA entfernt, wartet schon der Gute-Nacht-Whisky: in der Angels’ Share Cocktailbar, 2019 von den Mixology Bar Awards, einer der wichtigsten deutschsprachigen Barauszeichnungen, zur besten Bar der Schweiz gekürt. In der kleinen Bar mit angenehm ruhiger, warmer Atmosphäre und dezenten Jazzklängen lässt es sich gemütlich quatschen.

Tag 2

Samstag, 9.00 Uhr

Alle sportlichen Frühaufsteher sollten wissen: In Basel joggt man rechts und links des Rheins – den Rhein hinunter auf Großbasler Seite und den Rhein wieder rauf in Kleinbasel. Vier Brücken laden zum Überqueren ein, solange die Beine durchhalten: die Wettstein-, die Mittlere, die Johanniter- und die Dreirosenbrücke.

Samstag, 10.30 Uhr

Jetzt beginnt der Pflichtteil, aber was für einer: Die Fondation Beyeler gilt als eines der attraktivsten Museen weltweit. Ihre Lage in Riehen, 20 Minuten mit der Straßenbahn von der Basler Altstadt entfernt, inmitten eines Parks mit altem Baumbestand, Seerosenteichen und der Aussicht auf Kornfelder und Rebberge an den Ausläufern des Schwarzwalds ist einzigartig. Ebenso sind es die Ausstellungen der Werke weltberühmter Künstler, die schon allein einen Besuch in Basel wert sind.

Samstag, 13.30 Uhr

Inzwischen knurren unsere Mägen. Zum Glück gibt es das Restaurant Zum Braunen Mutz, eine urbaslerische Institution im Herzen der Stadt. In rustikalem Ambiente sitzt man hier in einer großen Bierhalle an langen Holztischen zwischen Einheimischen, die das Lokal lieben. Die Speisekarte mit Tradition und Geschichte passt vorzüglich zum regionalen, frisch gezapften Bier. Ob Kalbsgeschnetzeltes mit Rösti, G’hackts mit Hörnli und hausgemachtem Apfelmus oder frische Kalbsbratwurst mit Zwiebelsauce – der Braune Mutz bietet köstlich Deftiges, traditionelle Schweizer und Basler Gerichte.

Samstag, 15.00 Uhr

Am Nachmittag begeben wir uns auf spannende Expedition in den Basler Zoo. Die unmittelbare Nähe der Tiere in ihrer naturnahen Umgebung, eine große Parklandschaft und die liebevoll gestalteten Gehege machen einen Spaziergang beinahe zu einem Safari-Erlebnis.

 

Samstag, 18.00 Uhr

Für einen Apérol direkt am Rhein, am Großbasler Ufer bei der Johanniterbrücke, gehen wir in eine der angesagtesten Kulturbars Basels: die Cargobar – ein ganz entspannter Ort mit bunt gemischtem Publikum und fabelhafter Aussicht auf den Rhein und Kleinbasel. Hier lässt sich der Abend prima einläuten.

Samstag, 20.00 Uhr

Zur Feier des Tages begeben wir uns ins legendäre traditionsreiche Restaurant Kunsthalle. „Tout Bâle“ fühlt sich hier wohl und ist gerne gesehen in diesem großen Basler Lokal. Die Speisekarte frohlockt mit italienisch-französisch-schweizerischen Saisonspezialitäten zu vornehmen Preisen. Ebenso verspricht der gigantische Dessertwagen absoluten Hochgenuss.

Samstag, 22.30 Uhr

Mit Stil und Eleganz geht’s weiter: Auf zum letzten Drink des Abends in der Bar des Grand Hotels Les Trois Rois. Die Bar ist eine Wohlfühloase mit gemischtem Publikum aus Einheimischen und internationalen Gästen, ein Refugium zum Entspannen in auserlesenem, historischem Ambiente, je nach Jahreszeit auch mit Kaminfeuer. Exquisite Weine, Digestifs und Cocktails repräsentieren diese Welt der gediegenen Lebensart aufs Feinste.

Tag 3

Sonntag, 10.00 Uhr

Wer wie wir am liebsten das ganze Jahr über gerne Frühling hätte, sollte unbedingt im ebenso sympathischen wie einzigartigen Café Frühling vorbeischauen, einem kleinen Bijou mit eigener Rösterei, das sich der Frühstückskultur und dem Kaffeegenuss in Vollendung widmet.

Sonntag, 11.00 Uhr

Gestärkt beginnen wir den sonntäglichen Stadtspaziergang an einem der beliebtesten Aussichtspunkte der Stadt: auf der Pfalz beim Münster, mit herrlichem Blick über die Stadt bis weit hinaus ins Dreiländereck. Auf dem Weg ins St. Alban-Quartier passieren wir den imposanten erweiternden Neubau des Kunstmuseums, eine archaisch anmutende Kunstburg. Dahinter erreichen wir das malerische, romantische und sagenumwobene St. Alban-Quartier, das mit seinen engen Gässchen, kleinen Kanälen und historischen Bauten noch heute ans Mittelalter erinnert. Mit der St. Alban-Fähre „Wild Maa“ überqueren wir den Rhein und erreichen das Ufer des Stadtteils Kleinbasel. Von hier aus geht’s gemütlich rheinabwärts dem Zentrum Kleinbasels entgegen.

Sonntag, 13.00 Uhr

Kleine Mittagspause im 800 Quadratmeter großen Klara, dem Food-Tempel für kulinarische Vielfalt mitten in Kleinbasel. Einmal um die Welt mit herrlichen Spezialitäten aus verschiedenen Ländern wie Argentinien, Thailand, Israel, Tibet, Mexiko, Indien oder Japan. Unkompliziert, cool, stylish und gut – eine wahre Freude für Auge und Gaumen.

Sonntag, 14.00 Uhr

Im Tinguely-Museum quietscht, rattert und kracht es – ein vergnüglicher Ort mit den fantastischen Maschinen-Skulpturen von Jean Tinguely, ein Museum, das Sinne in Bewegung setzt und in dem Kunst zum Betrachter kommt. Das von Mario Botta entworfene Gebäude mit angrenzendem Park steht direkt am Rhein und präsentiert die weltweit größte Sammlung des renommierten Schweizer Künstlers.

Sonntag, 16.30 Uhr

Und schon steht das Ende dieses bunten Wochenendes vor der Tür. Zum Abschied bietet sich ein kühler Drink im Bistro Chez Jeannot im Tinguely- Museum an. Das moderne französische Bistro verströmt die Stimmung eines Pariser Lokals. Umgeben von Tinguelys verrückten Werken lassen wir hier den Tag ausklingen und freuen uns schon auf ein Wiedersehen …

Unsere Tipps für Basel

Restaurant zum Schmale Wurf

Baslerisch, gemütlich, unkompliziert und lebendig
Rheingasse 10

Klingeltal-Fähre "Vogel Gryff"

Verbindet Kleinbasel mit Großbasel
Unterer Rheinweg 28

Konditorei-Confiserie Gilgen

Traditionshaus für allerbestes Backgut
Spalenberg 6

Spalenberg

Shopping in historischen Gässchen
Spalenberg

Campari Bar

Elegante Cocktailbar
Steinenberg 7

Restaurant La

Außerordentliches Geschmackserlebnis
St. Johanns-Vorstadt 13

Angels' Share Bar

Die beste Bar der Schweiz 2019
Feldbergstrasse 51

Fondation Beyeler

Eines der schönsten Museen weltweit
Baselstrasse 101, Riehen

Restaurant zum Braunen Mutz

Urbaslerisches Lokal
Barfüsserplatz 10

Zoo Basel

7000 Tiere von 600 Arten
Binningerstrasse 40

Cargobar

Kulturbar mit herrlicher Lage am Rhein
St. Johanns-Rheinweg 46

Restaurant Kunsthalle

Schönstes Restaurant in Basel
Steinenberg 7

Bar Les Trois Rois

Mit Stil und Eleganz auf einen letzten Drink
Blumenrain 8

Café Frühling

Bester Kaffee in Basel
Klybeckstrasse 69

Pfalz beim Münster

Grandiose Aussicht über Basel
Münsterplatz 9

Klara

Internationaler Food-Tempel
Clarastrasse 13

Tinguely-Museum

Lebendiges Museum, weltweit größte Sammlung an Tinguely-Werken
Paul Sacher-Anlage 2

#heimat Schwarzwald Ausgabe 22 (5/2020)

Der Schwarzwald ist ein Paradies für Mountainbiker. Für Anfänger und Profis hat es bei uns Strecken, bei denen einem nicht nur vor Anstrengung die Spucke wegbleibt! Und wenn Euch nach einer Tour dann der Hunger plagt: Dann hätten wir leckere Apfelgerichte für Euch. 

#heimat, der Genussbotschafter für den Schwarzwald 

In der Zeitschrift #heimat geht es um Genuss in der Region, um (kulinarische) Traditionen und gute Adressen, um Manufakturen und Menschen. Idee und Konzept für #heimat stammen von Chefredakteur Ulf Tietge und seinem Team. Das Magazin wurde 2016 mit dem Ortenauer Marketingpreis ausgezeichnet und ist inzwischen bundesweit erhältlich.

 

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