Die besten Schwarzwaldbegriffe rund um Weihnachten

Von böse Bube bis zum weiblichen Knecht Ruprecht: Hier sind die besten Begriffe rund um Nikolaus, Weihnachten und Co.

Freue na eich au schu so uff's Feschd wie mia? Wir haben Euch dieses Mal nach Euren liebsten Begriffen rund um Nikolaus und Weihnachten gefragt – hier ist unsere Top Ten:

In der Zeit rund um den Nikolaustag sind im Schwarzwald merkwürdige Gestalten anzutreffen. Im Reichental etwa treiben die Belzemärtel ihr Unwesen: unheimliche, schwarz verkleidete Gesellen, die mit Spitzhut, Schelle, Sack und Kette durch die Dörfer ziehen.

In Steinach begegnet man zur selben Zeit den Klausebiggern: Der schwarz maskierte Rubelz und der weiß geschminkte Santiklaus ziehen dann gemeinsam mit dem Bigger – einem vierbeinigen Wesen mit spitzem Kopf und roter Zunge – schreiend durch die Straßen.

Einen weiblichen Knecht Ruprecht hingegen gibt es in Dietingen bei Rottweil zu bestaunen: Hier verteilt das Nussaweible gemeinsam mit dem Nikolaus und sieben Klausen Weihnachtsplätzle.

Apropos Plätzchen: Die kennt man hier im Schwarzwald als Bredli. Sehr beliebt sind etwa Hildabredli (Spitzbuben), die übrigens nach der letzten Großherzogin Badens benannt sind.

In der Weihnachtszeit isst man im Schwarzwald zudem gern Dambedei – kleine Weckmänner, die auch als Grättimaa, Grittibänz, Stutenkerle oder Klausenmänner bekannt sind.

Am Heiligabend schließlich gibt’s bei vielen Familien traditionell Schiifele mit Kartoffelsalat, der auch mal als Erdäpfelsalod ind Schissel kunnt.

Mit etwas Glück findet man all diese Köstlichkeiten auch auf dem Chrischdkindlesmärkt, wo man sich zur besseren Verdauung gleich noch einen Glühwii genehmigen kann.

Wer nach der Bescherung noch fit genug ist, kann in Villingen-Schwenningen einem besonderen Ritual beiwohnen: Dort wird am Heiligabend kurz vor Mitternacht der Kuhreihe gefeiert, bei dem ein Kuhhirte durch die Straßen zieht und dabei ein Horn bläst. Der Brauch entstand 1765, nachdem die Pest die Stadt weitgehend verschont hatte.

Ende Dezember kann man sich dann in Haslach mit einer Duweschneck endgültig von der Weihnachtszeit verabschieden. Das traditionell am 30.12. hergestellte Gebäck stellt eine Mischung aus Taube und Schneckennudel dar und soll u. a. das Überwintern symbolisieren.

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