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Gelati Extravaganti

27.4 2018 // Leseprobe aus Ausgabe 11

Gelati Extravaganti

DIE ZAMPOLLIS FORDERN MIT ZUM TEIL VERRÜCKTEN EISKREATIONEN GERNE MAL DIE GESCHMACKSNERVEN IHRER KUNDEN HERAUS…

Der verwirrte Blick der jungen Frau an der Eistheke lässt uns schmunzeln. „Echt jetzt? Tomate-Mozzarella-Eis? Goji-Tee? Bier? Meint Ihr das ernst?“ Mauro Zampolli nickt und reicht lächelnd ein paar kleine Löffel mit Probiererlen über den Tresen. So viel Zeit muss sein und siehe da: Goji-Tee kommt schon mal gut an: „Das ist nicht ganz so süß, aber herrlich frisch. Lecker.“ Bei Caprese (Büffelmilch und Tomatengeschmack) läuft der jungen Frau allerdings ein leichter Schauer über den Rücken. „Das ist nichts für mich“, sagt sie lachend und versucht das Bier-Eis. „Mit der Schwarzwaldmarie von Ulmer“, erklärt Mauro seine Kreation.

Mit einer verrückten Eiswoche haben Mauro, sein Bruder Silvano und das Zampolli-Team ihre Kunden in diesem Jahr auf die Eissaison eingestimmt. Gin mit Zitrone, Birne-Parmesan, Seepferdchen mit Knallzucker, Marshmallow, Matcha-Tee, Detox-Eis, Gewürze des Orients, Avocado-Kokos und Spinat-Schokolade sind nur ein paar Sorten, an denen sich die Eismacher versuchen. Die ersten Tester sind immer die Mitarbeiter. „Klar, die hecken ja auch die Ideen aus, welche Sorte wir mal versuchen sollen“, lacht Mauro. „Da ist es nur gerecht, wenn wir alle auch zuerst mal probieren.“

Vieles schafft es wirklich beim ersten oder spätestens zweiten Versuch in die Eisauslage. „Am Ende entscheiden die Kunden, was wir in Zukunft ins Sortiment nehmen und was lieber nicht.“ Allerdings ist es auch schon passiert, dass es ein Versuch noch nicht mal bis zum Team schafft: „Die gepresste Kakaoschale, mit der wir eine Weile lang experimentiert haben, hat so schrecklich geschmeckt, ganz egal was ich versucht habe,“ erinnert sich Mauro und lacht. Bei allen Kreationen schaut Mauro auf Qualität und wenn möglich auch Regionalität. „Natürlich kann man Walnüsse für die Komposition mit der Süßkartoffel irgendwoher spottbillig beziehen, aber der Geschmack nach frischer Nuss ist dann einfach nicht so überzeugend. Dann können wir uns die Arbeit gleich sparen.“ Für diese Kreation macht er abends etwas länger. Viele natürliche Zutaten für die Eisproduktion kann man schon vorbereitet kaufen. Die Süßkartoffel aber muss man selber kochen und verarbeiten. „Klar, will ich mit den Aktionswochen wie auch dem schwarzen Wochenende, an dem wir viele Eissorten schwarz eingefärbt hatten, aufmerksam auf uns machen. Aber vor allem will ich zeigen, dass unsere Arbeit, die Herstellung von Eis, ein echtes und sehr schönes Handwerk ist.“

PROBIERT DOCH SELBER MAL
Hauptstraße 61, 77652 Offenburg – direkt in der Fußgängerzone.
Online unter facebook.com/eismanufaktur.zampolli
Gewinnt eine große Eisprobe mit 10 Bollen bei den Zampollis.
Schickt eine Mail mit „Verrücktes Eis“ an heimat@tietge.com.
Wir losen die Gewinner unter allen Einsendungen aus

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