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Baden, 12 points!

31.5 2021 // Leseprobe aus Ausgabe 27

Baden, 12 points!

Wer Schätze sucht, der findet sie auch irgendwann. Und für die Wein-Schätze in unserer Heimatbude ist ab sofort ein Schatzsucher mit einem ganz besonderen Näschen im Einsatz; Sommelier Marco Feger aus dem goldenen Weinort Durbach

Bewertet wird ja überall: Bei Michelin und dem Gault Millau, bei Online-Shops und Casting- Shows. Auf Youtube, Facebook, Instagram. Nach dem Frühstück im Hotel oder dem Bleaching beim Zahnarzt. Braucht die Welt dann überhaupt noch weitere Bewertungen? Wir finden schon! Für unsere badischen Wein-Entdeckungen zum Beispiel, die man ab sofort in unserer heimatbude.com genauso wie im Shop des Hotel Ritter in Durbach kaufen kann? Mit Ritter-Sommelier und Oberkellner Marco Feger haben wir uns dafür kompetente Unterstützung an Bord geholt – und schaffen für Weinfreunde einen wundervollen Mehrwert …

Baden by Nature

Marco brennt für Wein. Qualität und Nachhaltigkeit sind für ihn bei der Auswahl besonders wichtig. Für den Sommelier stehen Spontangärung und Biodynamie im Fokus. Er ist traditionsbewusst, aber auch offen für Neues. „Die Vielseitigkeit ist ja gerade das Schöne bei der Sache“, sagt der 44-Jährige, der sich in puncto Wein in der ganzen Welt, als gebürtiger Oberkircher aber in seiner badischen Heimat im Besondern auskennt. Und Marco weiß, dass sich gerade bei uns momentan sehr viel Spannendes tut: „Unsere Winzer sind in den vergangenen Jahren viel kreativer geworden. Die jungen Wilden – aber auch alte Hasen mit neuen Ideen.“

Neue Sorten, neue Verfahren und dazu der Mut einer neuen Winzergeneration: „Unsere Region hat längst mehr zu bieten als Klingelberger und Spätburgunder“, sagt Marco. Für unseren Shop will er in Zukunft diese Schätze nun nicht nur finden, sondern auch bewerten. Dafür entwickeln wir gerade gemeinsam Kriterien und ein System, das einerseits nachvollziehbar und transparent ist – und andererseits richtig Spaß machen soll. „Wenn ein Wein für die Verkostung in großer Runde ausgewählt ist, hat das allein schon seinen Grund“, meint der Sommelier. „Zusätziche Orientierung geben dann unsere Punkte und die Genussempfehlung von Terrassenwein bis Speisenbegleitung.“ Wie genau das mit den Feger-Points – unser Arbeitstitel ;-) – dann funktioniert erklären wir, wenn die erste Verkostung ansteht und wir die Jury vorstellen.

Biologisches aus Durbach

Die ersten neuen, von Marco ausgesuchten und empfohlenen Weine liegen schon versandfertig im Lagerkeller. Darunter ist zum Beispiel das noch junge Durbacher Weingut Glanzmann (gegründet 2019). Der Wein ist neu, seine Macher sind dafür alles andere als Newcomer.

Gabriele Glanzmann und Alexander Spinner-Glanzmann haben den Bauernhof nach dem Tod ihres Bruders übernommen und einen Weinhof daraus gemacht. Alexander war bis dato erster Kellermeister bei der Hex vom Dasenstein, entschied dann aber: „Meine Welt ist das Weingut. Ich will Wein machen von null bis hundert und mit allem, was dazu gehört.“ Bewirtschaftet wird das gesamte Weingut bereits jetzt komplett biologisch und setzt auch auf mechanische Unterstockbewirtschaftung.

Bis die vorgeschriebenen drei Jahre Umstellung auf ökologischen Weinbau der übrigen Rebsorten vorbei sind, ist die Riesling Spätlese das ökologische Aushängeschild des jungen EU-Bio-zertifizierten Betriebs. Wer sich vom Können  des Paars selbst überzeugen möchte, für den empfiehlt der Ritter-Sommelier zum Einstieg den Souvignier gris Kabinett trocken oder den Grauburgunder Spätlese.



Neue Wege in Bühl

Ebenfalls neu bei uns und im Ritter-Shop nach Marco Fegers Empfehlung: die Weine von Axel Bauer aus Bühl, der mit Kellermeister Torsten Klein neue Wege geht, ohne Tradition und Genuss aus den Augen zu verlieren. Ein Beispiel: sein Pinot noir Rosé trocken. Aromatisch, frisch, animierend und weder süß noch überladen.

Der noch junge Betrieb mit mittlerweile fünf Mitarbeitern trägt aufgrund seines nachhaltigen Weinbaus bereits das Siegel Fair’n Green, eine weitere Umstellung auf ökologische Weine ist geplant. „Was das Weingut Axel Bauer auszeichnet, ist sein Weitblick. Besonders spannend sind die internationalen Rebsorten im Rotweinbereich, die man bei uns noch sehr selten findet“, urteilt Fachmann Marco. Denn Bauer und Kellermeister Klein wagen sich über die fast schon etablierten „Neuen“ in der hiesigen Klimazone wie Cabernet Sauvignon, Merlot und Syrah hinaus und an Grenache, Tempranillo und Malbec heran. Grund dafür sei die Einsicht, dass das Klima auf den vermeintlich besten Grau- und Spätburgunderlagen nicht stehen bleibe, sagt Torsten Klein. „Wenn wir neue Wege gehen, interessieren uns allein Geschmack und Qualität.“



Und es kommen noch viel, viel mehr

Und klar ist natürlich auch: Die Bauers und Glanzmanns dieser badischen Weinwelt werden nicht die letzten Geheimtipps für unsere heimatbude.com von unserem Fachmann sein. Weinliebhaber dürfen also gespannt sein, was Sommelier Marco Feger ihnen als Nächstes in die Gläser zaubert. Wir sind es auch …




 

 









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